22.01.2020 Pfarrversammlung

Mit Fakten und Zahlen blicken die Kirchenpfleger von Waldthurn und Lennesrieth auf das vergangene Jahr zurück. Die Teilnehmer der Pfarrversammlung sind danach sehr gut informiert.

(von Franz Völkl) 

Die beiden Kirchenpfleger Max Kick und Georg Wittmann gaben am Montagabend für Waldthurn und Lennesrieth bei der Pfarrversammlung einen umfangreichen Bericht über das vergangene Jahr ab. Zuvor feierte die Pfarrei ihren Pfarrpatron, den Heiligen Sebastian. Den Patroziniumsgottesdienst, dem die drei Schützenvereine der Marktgemeinde beiwohnten, zelebrierte Pfarrer Norbert Götz und Diakon Janusz Szubartowicz. Der Kirchenchor mit einer Bläsergruppe unter der Leitung von Josef Pflaum senior umrahmte die Messe musikalisch.

Kick präsentierte in der Pfarrversammlung den vielen Besuchern beim Maler-Michl interessante Zahlen. Dabei konnte bei den Kirchenzählungen 2019 im Frühjahr und Herbst gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich eine steigende Tendenz festgestellt werden. Bei der Frühjahrszählung wurden 639 (2018: 418) und bei der Herbstzählung 501 (2018: 473) Gläubige registriert. Das entspricht bei 1794 Gläubigen dabei einem durchschnittlichen Wert von 31 Prozent Kirchenbesucher. Allerdings meinte Kick, dass die Frühjahrszählung mit dem Besuch von Bischof Rudolf Voderholzer zusammengefallen sei, trotzdem sei eine Steigerung zu verzeichnen.

An Spenden habe man 2019 für die Fahrenbergkirche (Opferstock) 26.164,16 Euro, an sonstigen Spenden 10.105 Euro erhalten. An Ausgaben sei für die Wallfahrtskirche ein Betrag von 55.038 Euro angefallen, wobei hierbei auch Rückzahlungen berücksichtigt sind.

Leider sei bisher am Lobkowitzschloss (Pfarrheim) wenig geschehen, Bernd Bodensteiner und Helmut Voit hätten die alten Möbel ausgebaut und einem Kindergarten in der Slowakei zugeführt. Die Renovierung sei etwas im Stocken, da die Genehmigungsverfahren zögerlich voran gehen. Nach dem letzten Stand der Berechnungen seien die Kosten enorm gestiegen und liegen bei 3 Millionen Euro – nach Abzug der Zuschüsse bleiben für die Kirche und die Gemeinde jeweils 400.000 Euro an Kosten. Am Friedhof wurden im Kalenderjahr 2019 die Renovierungsarbeiten begonnen. Ein Holzbau hinter dem Aussegnungshaus wurde abgerissen, der Maschendrahtzaun erneuert und ein Baum entfernt. Die Ausgaben für das Pfarrheim für Betrieb und Wasser belaufen sich auf 10.200 Euro. Die Friedhofeinnahmen liegen bei 8660 Euro, dem gegenüber stehen laufende Kosten von 17.969 Euro.

„Die Situation im Kindergarten war noch nie so gut wie jetzt“, meinte Kick. Im Kindergarten sind zurzeit 50 Kinder untergebracht, dabei sind fünf Integrativplätze zu berücksichtigen. In der Kinderkrippe sind 13 Kinder. Eine höhere Belegung ist aufgrund der gesetzlichen Vorgaben derzeit nicht möglich.

Es sei daher zwingend notwendig, dass zum neuen Kindergartenjahr September 2020 die Krippe um eine Gruppe erweitert wird. Voraussichtlich werden dann 56 Kinder im Kindergarten und 21 Kinder in der Kinderkrippe sein. Die entsprechenden Planungsarbeiten seien bereits am Laufen, die Baumaßnahme sollte bis August 2020 abgeschlossen sein.

Nach Rücksprache mit der Rektorin der Grundschule könne man bei eventuellen Verzögerungen zur Erweiterung der Kita auch für zwei bis drei Monate mit einer Kindergartengruppe in die Grundschule ausweichen.

8 Trauungen (davon 4 von außerhalb) fanden 2019 statt, 14 Kinder wurden getauft (2018: 23) und 18 Verstorbene (2018: 28) waren zu verzeichnen. Die Kollekten wie Missio, Misereor, Renovabis, Sternsinger Afrikatag usw. brachten 26.905,00 Euro (2018: 25.921,66 Euro).

Der Lennesriether Kirchenpfleger Georg Wittmann berichtete, dass die Kirchenmauer im oberen Bereich durch einen Baum, der sich auf Gemeindegrund befindet und ein Naturdenkmal ist, erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zusammen mit der Marktgemeinde müsse man eine Lösung finden. Am Lennesriether Friedhof wurde wegen in den Mittelgang ragender Gruften ein schmälerer Weg gepflastert (Kosten: 8700 Euro) als ursprünglich vorgesehen. Auch eine Lautsprecheranlage soll für den Friedhof installiert werden. Besonders dankte Wittmann der Mesnerin Sieglinde Ertl, die eine echte gute Seele des Gotteshauses und immer um die Kirche besorgt ist.

Pfarrer Norbert Götz gratulierte der Waldthurner Mesnerin Maria Glatter zusammen mit allen Besuchern der Pfarrversammlung musikalisch zum Geburtstag. Der Geistliche zog ein Resümee der vergangenen mehr als zwei Jahre, in denen er in Waldthurn ist. „Schlecht hab ich es mit euch nicht getroffen“, meinte er kurz und bündig mit einem Lächeln. „Vergelt`s Gott“ sagte er für der großen Spendenbereitschaft der Pfarrangehörigen.

Am 15. Juli 2020 wird Weihbischof Reinhard Pappenberger zur Firmung in die Pfarrei kommen und am 3. Mai 2020 empfangen 13 Mädchen und Buben erstmals die Heilige Kommunion (2019: 4 Kinder).

Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Bergmann ließ die von Franz Völkl zusammengestellten Bilder und Worte des umfangreichen christlichen Lebens und Aktivitäten der vergangenen zwölf Monate in der Pfarrei multimedial vorbeiziehen.