20.09.2019 Einzige Antoniusfigur in der Pfarrei

(Bild: fvo)

Spielberg (franz voelkl) Viele Jahrzehnte stand die Figur des Heiligen Antonius von Padua vergessen in einer Ecke auf der Empore der Dorfkapelle des Hl Wendelin in Spielberg. Nun hat man die in die Jahre gekommene Statue, die aus der Vorgängerkappelle stammt, entstaubt. Der Lennesriether Bernd Bodensteiner hat sie restauriert und sie auf einen entsprechenden Sockel gestellt. „Der hl. Antonius ist ja der Patron der Schlamperer und eine gute Adresse, wenn man etwas verloren hat”, erklärte Pfarrer Norbert Götz bei der Segnung der Figur am vergangenen Freitag. Sie hat nun ihren Platz auf der linken Seite der Spielberger Kapelle. Der Heilige trägt das Jesuskind am Arm, das eine Weltkugel in der Hand hat.

Der Heilige lebte von 1195 bis 1231 – schon elf Monate nach seinem Tod wurde er schon heiliggesprochen. Antonius verschlug es durch einen Sturm nach Sizilien. In Assisi konnte er Franziskus kennenlernte. Der aus Portugal stammende Antonius war ein vorzüglicher Prediger, durch den viele Menschen den verlorenen Glauben wiederfanden. So auch die Verbindung zum Heiligen, wenn man etwas verloren hat.

„Wer also hier ein Anliegen hat, darf gern in die Spielberger Kapelle pilgern. „Soweit ich weiß, ist dort die einzige Antoniusfigur in allen Kirchen der Pfarrei“, ergänzte Götz.

Bodensteiner erklärte, dass er dabei sei, eine Lilie (Anmerkung: Zeichen der Reinheit) zur Figur zu schnitzen. Diese sei auf vielen Antoniusbildnissen zu sehen.

 

Schon zu Antonius Lebzeiten entwickelten sich Legenden um ihn, etwa um seine Predigttätigkeit in Rimini an der Adriaküste. Dort wollten die Einwohner dem Prediger nicht zuhören, bis sie merkten, dass dieser den Fischen im Meer predigte und die seinen Worten lauschten. Ein kritischer Kaufmann fütterte während einer Prozession, die Antonius anführte, demonstrativ seinen Esel. Als das Tier vor dem Allerheiligsten niederkniete und den Kopf neigte, wurde auch dieser bekehrt.