17.03.2019 Pastoralbesuch unseres Diözesanbischofs Dr. Rudolf Voderholzer

Waldthurn (Franz Völkl) „Nicht nur der Pfarrer sondern auch Gott hat es heute gefallen, dass die Kirche so vollgefüllt mit Christen ist“, meinte Pfarrer Norbert Götz am Ende des beeindruckenden Pontifikalgottesdienstes den Bischof Rudolf Voderholzer zelebrierte und viele Gläubige mit Kindern, Vereine und Fahnenabordnungen mitfeierten. Zuvor hatten sich alle Vereine samt Trachtenkapelle Waldthurn an der Dreifaltigkeitssäule getroffen und warteten auf ihren Regensburger Bischof. Unter musikalischen Klängen ging es dann beim Kirchenzug zur Pfarrkirche St. Sebastian.

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Viele Kinder der Kita und Mädchen und Buben der Grundschule bereiteten dem Würdenträger noch vor der Festmesse mit einem fröhlichen Lied einen beeindruckenden Empfang. Sophia Kleber, Julius Hornstein und Maximilian Rieder begrüßten Bischof Voderholzer mit einem Gedicht „Sie haben den weiten Weg nach Waldthurn auf sich genommen“. Anschließend segnete er alle Kinder einzeln. Auch das Wetter spielte an diesem Tag ausgezeichnet mit, so dass der Bischofbesuch rundherum zu einem unvergesslichen Ereignis wurde. Schließlich zog der Bischof mit Pfarrer Norbert Götz und Diakon Janusz Szubartowicz unter den Orgelklängen von Georg Schmidbauer in das Gotteshaus ein. Bereits drei Mal war Voderholzer bereits auf dem Fahrenberg, nun suche er die Begegnung mit den Menschen in der Pfarrei. „Ich freue mich, dass ihr so zahlreich gekommen seid“. Er erinnerte an die Weihe der Pfarrkirche im Jahr 1983, bei der das Gotteshaus gesalbt und gefirmt wurde, um wärmender Raum für die Gläubigen zu sein. Die 12 Kerzenleuchter in der Kirche sollen zu den Aposteln und zur Botschaft des Evangeliums führen. Der Kirchenchor und die Bläser der Trachtenkapelle unter der Leitung von Josef Pflaum sen. begleiteten die Pontifikalmesse musikalisch, Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Bergmann und der Lennesriether Kirchenpfleger Georg Wittmann sprachen die Lesungen. Schulkinder waren für die Fürbitten zuständig. Gerade die Kinder bat Voderholzer um Geduld, da er an diesem Tag eine „Erwachsenenpredigt“ vorbereitet hatte. In der predigt ging er auf Fastenzeit auf die Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor ein. Zusammen mit drei Jüngern stieg Jesus hinauf, um mit Gott Zwiesprache zu halten. „Jesus erhält dort Klarheit und neue Kraft, um das Kreuz anzunehmen. Er konnte nun mit Rückenwind und der Zusage seines Vaters den schweren Weg nach Jerusalem wo das Kreuz und die Auferstehung auf ihn warteten, annehmen“. Alle brauchen solche Tabor – Augenblicke, damit der oft mühselige Lebensweg vom Licht durchstrahlt werde. Der Fahrenberg sei der Oberpfälzer Taborberg. Auch Gottesdienste in der Pfarrei und auf dem Heiligen Berg der Oberpfalz können solche Taborstunden sein. Der Bischof dankte allen Menschen, die sich in der Pfarrei in irgendeiner Form einbringen. Angefangen vom ehemaligen Kirchenchorleiter Josef Müllner bis hin zu den Raumpflegerinnen. „Wenn ich das hier so sehe, ist es in der Pfarrei Waldthurn so, wie es sein sollte“. Nach dem Pontifikalgottesdienst marschierten Vereine und Gläubige unter den Klängen der Trachtenkapelle zum Pfarrheim. Auch hier zeigte Bischof Voderholzer seinen sicheren Gang beim Marschieren. Kirchenpfleger Max Kick begrüßte den Bischof offiziell im Pfarrheim und erklärte, dass die Zusammenarbeit zwischen weltlicher und kirchlicher Gemeinde funktioniere.

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„So oft wie unser Bischof Voderholzer hat sich noch keiner in unser Goldenes Buch eingetragen“ resümierte Bürgermeister Josef Beimler amüsiert.

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Pfarrer Götz habe Glück mit der Waldthurner Pfarrei und die Waldthurner mit ihm. Beimler stellte das ehemalige Lobkitzschloss vor, dass nun gemeinsam weltlich und kirchlich restauriert wird. Der Rathauschef zeigte auch zusammen mit OWV – Vorsitzenden Roman Bauer das Heimatmuseum vor. „Es ist schön, dass der Bischof da ist“.

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Beim Pastoralbesuch des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer wurde Josef Müllner – Siffertn Sepp – eine besondere Ehre zuteil. Für sein verdienstvolles Wirken in der Kirchenmusik verlieh ihm Voderholzer eine Ehrenurkunde für 70 Jahre Kirchenchorsänger und davon 19 Jahre als Chorleiter. „Ich will dem Herrn singen, solange ich leben, will meinem Gott spielen, solange ich da bin“. Schon im Alter von zehn Jahren war Müllner in den Kirchenchor eingetreten, als Erwachsener war er die Bariton – Stimme im Chor, spielt Geige, Trompete und Akkordeon.