16.06.2019 1. Fahrenbergfest

Dieses Jahr kam Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg zum ersten Fahrenbergfest. (Bild: franz voelkl)

Fahrenberg (franz voelkl)

Die Einladung an Weihbischof Josef Graf, einmal zu einem Fahrenbergfest zu kommen, sprach noch Pfarrer Marek Baron aus. Zu Beginn der Altötting-Wallfahrt vor dem Pfingstfest in der St.-Albertus-Magnus-Kirche in Regensburg wiederholte sein Nachfolger, Pfarrer Norbert Götz, dieses Anliegen beim Weihbischof, der dieser Bitte umgehend beim Dreifaltigkeitsfest nachkam.

Schon am frühen Morgen waren wieder viele Wallfahrer aus Bärnau auf den 801 Meter hohen Berg gekommen und haben zum 201. Mal ihr jahrhundertealtes Versprechen bei einem Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskapelle eingelöst. Nach Missernte und Hungersnot machten sich die Bärnauer damals zum Fahrenberg auf, um ihre Bitten und ihren Dank zur Muttergottes zu bringen. Voller Freude hieß der Waldthurner Pfarrer den hohen Würdenträger willkommen und zelebrierte mit ihm den Festgottesdienst unter Assistenz von Diakon Janusz Szubartowicz.

„Zu einem Wallfahrtsort zu kommen, der durchweht ist vom Gebet der Menschen, die hier vertrauensvoll ihre Anliegen zu Maria bringen, ist immer ein besonderes Erlebnis“, versicherte der Weihbischof. Es sei aber auch ein Ort, an dem man Gott nahe ist. Eine Woche nach dem Pfingstfest feiere die Kirche den Dreifaltigkeitssonntag und so dürften wir an diesem Tag einen Blick in das innerste Geheimnis Gottes werfen. Birgit Bergmann übernahm die Lektorendienste.

„Der Glaubende braucht Vorbilder“, betonte der Festprediger, genauso wie Maria auf dem Fahrenberger Hochaltarbild. „Maria ist aus dem Volk gekommen.“ Maria sei uns Vorbild, wie sie ihren Weg mit Gott ging, auch als es ein schmerzlicher Weg wurde, treu bis unter das Kreuz. Der Glaube sei in unserer heutigen Zeit nicht selbstverständlich, wo sich auch in unserem Land viele Menschen von der Kirche abwenden.