06.06.2020 Kapelleneinweihung

Tiefer Glaube und Dankbarkeit Familie im Mittelpunkt – Dorfsprecher feiert 60. Geburtstag

Lennesrieth (franz voelkl) Was bewegt einen Menschen in der heutigen Zeit, ein Grundstück von 90 Quadratmeter zu kaufen und darauf auf eigene Kosten eine Kapelle zum Gebet für die Allgemeinheit zu erbauen?

Die Antwort kann eigentlich nur tiefer Glaube und viel Dankbarkeit an den Schöpfer sein. Werner Ertl aus Lennesrieth ist so ein Mensch, bei dem Gottvertrauen und gleichzeitig seine Familie im Fokus stehen. Nach einjähriger Bauzeit konnte genau an seinem 60. Geburtstag, am vergangenen Samstag, das kleine Juwel, das an der Verbindungsstraße von Lennesrieth Richtung Albersrieth am Ortsrand von Lennesrieth steht, durch den Waldthurner Pfarrer Norbert Götz eingeweiht werden. Ertl, der beruflich Bauleiter tätig ist, hat zusammen mit seiner Familie die sechs Meter lange und drei Meter breite Kapelle in Eigenleistung geschaffen. So war es auch klar, dass die Lesung bei der Einweihung von Ertl`s Ehefrau Sieglinde, der Mesnerin von Lennesrieth gesprochen wurde. Die „restlichen weiblichen Familienmitglieder“ kümmerten sich um die Fürbitten. „Die Kapelle ist dem Heiligen Josef geweiht, er war ein fleißiger Mann genauso wie der Erbauer dieses kleinen Gebetshauses“, schwärmte Pfarrer Götz. Den Heiligen Josef habe Ertl deswegen als Patron der Kapelle ausgesucht, da für ihn seine Familie der entscheidende Faktor war. „Für mich ist dies genauso der Fall, Josef hat seine Familie beschützt und auch ich sehe die Familie als das Wichtigste“, erklärte Ertl. Die Kapelle bietet auf vier Holzbänken, die mit Symbolen der Evangelisten verziert sind, Platz für acht Personen. An den Fenstern der Kapelle sind der hl. Martin, hl. Katharina, hl. Sieglinde, hl.

Michael abgebildet. Eine Schnitzerei am Altar stellt den Heiligen Josef als Beschützer der Heiligen Familie dar.

Geöffnet ist das Gebetshaus täglich von 7 Uhr bis 21 Uhr zum Gebet.

An der Wand sind verschiedene Sprüche wie „Beten ist Verweilen bei einem Freund“ angebracht. Besonders dankte der „Schneinder Werner“, wie der Lennesriether Dorfsprecher genannt wird, der Marktgemeinde Waldthurn und den anwesenden Bürgermeister Josef Beimler für die Überlassung des Grundstücks.